Ein paar Worte über mich
Ein paar Worte über mich

Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeite ich in der visuellen Kommunikation, für Film und Fernsehen, Marken, Agenturen und Unternehmen. Einige Jahre davon habe ich eine eigene Agentur mitgeführt. Über diese lange Zeit sammelt sich einiges an: Erfahrung, Fehler, Umwege, gute Entscheidungen und ein immer sichereres Gefühl dafür, was eine Idee trägt und was eher davon ablenkt.

Mich hat dabei nie nur interessiert, wie etwas aussieht. Viel spannender finde ich, wie sich eine Idee oder ein Konzept so übersetzen lässt, dass daraus eine Wirkung entsteht. Etwas, das hängen bleibt und im besten Fall sogar berührt.

Das war auch bei der elektronischen Musik so, die ich viele Jahre produziert und live gespielt habe. Dort habe ich noch einmal auf eine andere Art erfahren, dass sich Emotion schwer konstruieren lässt. Damit etwas wirklich ankommt, muss man selbst einen Zugang dazu finden und dieses Gefühl in die Arbeit hineintragen.

Design kann technisch brillant sein, aber wenn es nichts auslöst, bleibt es leer. Mich interessiert der Moment, in dem Struktur und Gefühl zusammenfinden und etwas Besonderes entsteht. Eine Art von Schönheit, die nicht unbedingt visuell sein muss. Eher dieses Gefühl, dass etwas plötzlich stimmt und klar spürbar wird.

Das beschreibt vielleicht am ehesten, was ich mit Seele meine.

Lehre
Lehre

Seit 2025 unterrichte ich als freier Dozent Motion Design an der AMD Akademie Mode & Design in Düsseldorf.

Dabei geht es mir nicht nur um technische Fertigkeiten. Ein Tool kann viel, aber die eigentliche Gestaltung entsteht durch den Menschen, der es benutzt. Deshalb versuche ich vor allem, ein Verständnis für Bewegung, Rhythmus und Wirkung zu vermitteln.

Ein Begriff spielt dabei für mich eine besondere Rolle: Intention.

Warum bewege ich etwas überhaupt? Warum genau so? Welche Wirkung entsteht durch Tempo, Dynamik, Größe oder Timing? Und was möchte ich am Ende damit auslösen?

Diese Fragen sind für mich viel relevanter als die Frage, welcher Button dafür gedrückt werden muss.

Lehre bedeutet für mich auch nicht, fertige Antworten weiterzugeben. Ich versuche, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Studierende dabei zu unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen und eine eigene gestalterische Haltung zu entwickeln.

Dazu gehört heute selbstverständlich auch AI. Weniger als Maschine für möglichst schnelle oder spektakuläre Bilder, sondern als etwas, das künftig in vielen kreativen Prozessen mitgedacht werden muss. Entscheidend bleibt auch dort die Frage, warum und wofür man sie einsetzt.

Was sich verändert
Was sich verändert

Neue Technologien haben meine Arbeit immer wieder verändert und erweitert.

Gerade passiert das allerdings in einem Tempo, das neu ist. AI spielt dabei natürlich die größte Rolle. Die Geschwindigkeit der Entwicklung ist herausfordernd, gleichzeitig eröffnet sie Möglichkeiten, die ich mir vor wenigen Jahren kaum vorstellen konnte.

Bei der Arbeit damit merke ich immer wieder, wie schnell die Ergebnisse einen beeindrucken können und wie viel schwieriger es ist, etwas Eigenes daraus zu machen. Sobald es spezifisch wird, um eine konkrete Idee, eine Marke oder eine bestimmte Stimmung, beginnt die eigentliche Arbeit. Dann geht es darum, sehr bewusst zu entscheiden, was man dem Modell überlässt und was nicht. Oft arbeite ich dabei eher gegen den erwartbaren Output als mit ihm.

Besonders interessiert mich inzwischen die Verbindung von AI und Code. Statt nur mit vorhandenen Tools zu arbeiten, erschaffe ich mir immer öfter genau die Werkzeuge, die ich gerade dafür brauche. Damit lassen sich auch bestehende Workflows vereinfachen, wiederkehrende Schritte automatisieren und Prozesse gezielter auf die jeweilige Aufgabe zuschneiden.

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Gute Projekte beginnen mit einem Gespräch.

In einer halben Stunde lässt sich oft besser klären, worum es wirklich geht und was noch offen ist als auf zehn Seiten Anforderungen.

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